Wanderarbeit: Mensch – Mobilität – Migration

Projekt

Wanderarbeit: Mensch – Mobilität – Migration

LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage, 2012/13

Tätigkeit

Konzeption und Umsetzung von vier Ausstellungsabteilungen

Projektbeschreibung

Arbeit ist in vielen Teilen der Welt deutlich billiger als in Westeuropa. Diese Lohnunterschiede führen zur Verlagerung von Produktion in günstigere Länder, aber auch zur Wanderungen von Arbeitern, die in Deutschland Dienstleistungen und Industriearbeit bedeutend billiger anbieten können.
Dieses Phänomen ist nicht neu. Bereits in den letzten zweihundert Jahren gab es Wanderarbeit aus Gründen von Armut, mangelndem Nahrungsangebot oder weil eine Arbeit in einer Region nicht so stark nachgefragt wurde, dass sich die Etablierung eines Handwerkszweiges lohnte. Mit wenigen Ausnahmen trifft der Globalisierungsdruck heute vor allem Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen und schlechter Ausbildung.
Die Ausstellung „Wanderarbeit – Freiheit oder Zwang“ untersucht dieses Phänomen am Beispiel historischer Berufe und historischer Phänomene (Schäfer, Scherenschleifer, Ziegler, Heringsfänger etc., Amerikaauswanderer, Gastarbeiter in der Region am Beispiel zweier Nationen) und stellt ihm aktuelle Wanderarbeiter entgegen (Bauarbeiter an der Autobahn, Putzfrauen, Pflegekräfte, Pendler, Wirtschaftsflüchtlinge in Lampedusa).

Erkenntnisleitende Fragestellungen sind immer wieder die Gründe für die Arbeitswanderung, ihre Folgen und die Veränderung in den letzten Jahrhunderten. Wie groß ist selbst bei den Amerikaauswanderern die Abenteuerlust und wie hoch der wirtschaftliche Zwang.

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