Tiefstollen

Projekt

Unterwelten 2014: Tiefbunker unter der Dortmunder Innenstadt

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, 2012

Tätigkeit

Durchführung von 29 Oral-History Interviews mit Dortmundern und Dortmunderinnen inkl. Transkription

Projektbeschreibung

Anlässlich des Endes des Kohlebergbaus in Deutschland plant das LWL-Industriemuseum unter dem Titel “Über Unterwelten und das Ruhrgebiet” an seinem Standort Zeche Zollern in Dortmund für 2014 eine Ausstellung, die sich mit dem Neuanfang im Ruhrgebiet und unbekannten Unterwelten beschäftigt. In der Zeit von April bis November 2014 sollen Exponate aus Kunst und Kulturgeschichte, aus Forschungs-, Arbeits- und Freizeitwelten im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund Unterwelten sichtbar machen. Dabei soll es nicht nur um Zechenstollen gehen. Denn im Ruhrgebiet haben sich bisher unbeachtete Unterwelten entwickelt: Kanalisationen, Abwasserleitungen, Tunnel, Bunker, Speicher, Keller, unterirdische Einkaufspassagen und Tiefgaragen – aber auch Krypten, Veranstaltungsorte und Treffs für Jugendliche.

Ein zentrales Element der Ausstellung wird die Auseinandersetzung mit den vielen Bunkern, die die Ruhrgebietsstädte durchziehen, wie auch der Tiefbunker unter der Dortmunder Innenstadt. Denn tief im Boden der Dortmunder Innenstadt schlummert noch heute dieses Relikt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs – die Tiefstollenanlage zwischen Hauptbahnhof und Westpark. Bis zu 50.000 Dortmunder überlebten hier die Luftangriffe der alliierten Streitkräfte in den letzten Kriegsjahren. Geschichten über diesen verborgenen Ort will das LWL-Industriemuseum in Form eines Oral History Projekts nun ans Tageslicht holen.

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