Zauberhaft und ungeheuer. Die Märchen der Brüder Grimm

Projekt

Zauberhaft und ungeheuer. Die Märchen der Brüder Grimm

Sauerland-Museum, Arnsberg 2011-13

Tätigkeit

Erstellung und Umsetzung des Ausstellungskonzeptes

Projektbeschreibung

Böse Wölfe, gläserne Schuhe, sprechende Spiegel – zauberhaft und ungeheuer geht es zu bei den Märchen der Brüder Grimm. Vor 200 Jahren veröffentlichten Wilhelm und Jacob Grimm den ersten Band ihrer “Kinder- und Hausmärchen”. Von da an trat die Geschichtensammlung ihren Siegeszug durch Wohn- und Kinderzimmer in Deutschland und der ganzen Welt an. Über ein gutes Jahrzehnt hatten die Brüder über 200 Erzählungen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen und ihnen ihre heute wohlbekannte Form gegeben.

Am Anfang geraten die Hauptfiguren in eine Mangelsituation, aus der sie sich befreien müssen. Auf ihrem Weg durchstreifen sie dunkle Wälder, rasten an Brunnen und Quellen, gelangen an einfache Hütten und am Ende steht oft der Einzug in ein großes, prachtvolles Schloss. Dabei begegnen die Hauptfiguren verschiedenen, in allen Grimm’schen Märchen immer wiederkehrenden Charakteren. Diese sind entweder gut oder böse, helfen oder hindern. Tiere spielen eine große Rolle und es verwundert nicht, dass sie sprechen können. Denn oftmals verbirgt sich in der tierischen Hülle ein menschlicher Kern. Diese stereotypen Formen sind über die Jahrhunderte unverändert weitergetragen worden und haben kindliche Vorstellungen von Gut und Böse, Wald und Stadt, Tier und Mensch geprägt. Nutzen und Schaden von Märchen wurden daher immer wieder engagiert diskutiert.

Aber warum sind Stiefmütter immer böse? Warum begegnen uns im Märchen so viele Tiere? Was ist das Besondere am Märchenerzählen und wie und von wem sind die Märchen überhaupt gesammelt und aufgeschrieben worden? Diese und viele andere spannende Fragen werden in den sieben thematisch geordneten Ausstellungsräumen und anhand von sieben der spannendsten Grimm’schen Märchen beantwortet.

In der Ausstellung gibt es viel zu tun: Große und kleine Besucher durchstreifen den Märchenwald von Rotkäppchen, klettern in das Hexenhäuschen von Hänsel und Gretel und können selbst als böse Stiefmutter oder schöner Prinz vor den Spiegel treten.

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